1. Winternacht

    Müde schleicht er nachts umher
    Grau und faltig sein Gesicht.
    Das Haus steht einsam, still und leer
    Nirgendwo brennt mehr ein Licht.

    Schnee fällt leise auf die Dächer
    Äste knacken leicht im Wind.
    Auch die Menschen werden schwächer
    Manche werden langsam blind.

    Der kalte Wind kriecht in das Haus
    Er sitzt und starrt und spürt es nicht.
    Ein tiefer Schrei will aus ihm raus
    Der Atem stockt - das Herz zerbricht.

    22/11/03

     

  2. Ein Winterabend

    Mondschein bricht durch kahle Äste,
    silbern glitzern Schnee und Eis.
    Alle Menschen feiern Feste,
    Kirchenglocken klingen leis’.

    Pferde wiehern in den Ställen,
    schnaubend, frierend stampfen sie.
    Raureif liegt auf ihren Fellen,
    so kalt wie dies’ Jahr war es nie.

    Drinnen, hört, da lacht ein Kind.
    Kerzen leuchten in die Nacht.
    Um die Häuser streift der Wind,
    und die Hunde halten Wacht.

    © E.G.

     
  3. Winterwonderland. Austria, 2009